Tuesday, April 27, 2010



Tag der Erde



Wie in Deutschland war auch in Costa Rica am 22en April Tag der Erde oder eben "dia de la tierra". Ich bin mit 2 Kollegen ins Zentrum, wo an diesem Tag ein großer Marsch gegen den Minenbau in Costa Rica statt fand. Das war mal eine sehr unterhaltsame Erfahrung. Es waren wirklcih eine ganze Menge Leute da und so wurde dann marschiert. Am Ende haben sich alle gesammelt und es wurde eine kleine Showeinlage gezeigt. Mit verbranntem Gesicht und kaputten Füßen sind wir dann am Nachmittag wieder zurück ins Büro.

Am Sonntag war dann ein anderer großer Tag. Mein Chef und seine Familie sind aus den USA zurück gekommen und so wurde dann erstmal auf den großen Preis angestoßen. Am Montag haben sie uns dann alle fein ausgeführt und wir haben den Erfolg gut gefeiert.

Diese Woche ist in der Uni von Costa Rica Universitätswoche mit einer ganzen Menge Veranstaltung. Pretoma ist die ganze Woche mit einem Stand vertreten und ich bin auch mit von der Partie. Das ist eine wilkommene Abwechslung, aber schiebt auch mal wieder meine Arbeit ganz schön auf.

Die Fotos sind übrigens Venus und Cleo, die Hunde auf die ich aufgepasst habe. Und den Fisch musste ich auch einfach mit ranhängen. Die haben nämlich einen kleinen Koiteich im Haus mit einem blinden Koi. Der schwimmt den ganzen Tag glücklich auf seinem Rücken vor sich hin und jeden Morgen musste ich ihn unter irgendnem Stein vorholen, wo er vestgesteckt hat. Der kleine ist so hart im nehmen, dass er das schon seit Jahren so durchhält und immernoch nicht erstickt ist.

Tuesday, April 20, 2010


So, nach langer Pause jetzt endlich mal wieder ein kleines Update, auch, wenn es eigentlich nicht viel zu berichten gibt. Aber eine kleine Zusammenfassung der letzten ereignislosen Wochen ist ja auch schonmal was.
Ostern war im allgemeinen wirklich ein entspannendes verlängertes Wochenende. Ich hab die extra freien Tage genutzt um mal wieder einen Abstecher nach La Fortuna zu machen und der Hauptstadt zu entkommen. Ich durfte in meinem alten Zimmer schlafen und hatte das Haus die ganzen Tage für mich, da Caro woanders unterwegs war. Ich hab die Tage mit meinen alten Freunden verbracht und wirklich jede Sekunde genossen.

Dann haben wir in meinem Zuhause in San Jose vor kurzen mal ein Wochende genutzt um den Garten neu zu gestalten. Wir haben Bäumchen umgepflanzt, gemacht und getan und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Wir haben einen Teil des Rasens geopfert, um ein Gemüsebeet anzulegen und wenn ich Glück habe, dann kann ich vor meiner Abreise Tomaten und Salat aus unserem Garten essen.

Nun kommt das wohl eigentlich ereignisreichste, nämlich dieses Wochenende. Am Sonntag haben die legendären Black Uhuru auf einem Festival, dem "Green Sunset", gesungen. Ganz Costa Rica war in Aufruhe, da Black Uhuru schließlich in der Raggea Szene ungefähr auf gleichem Niveau sind wie Bob Marley und auch schon genauso lange Musik machen. Fantan Mojah (mir bis dahin unbekannt) war auch mit von der Partie und scheint unter Raggeakennern auch was Größeres zu sein. Das Festival ging um 14 Uhr los und war so gegen 22 Uhr schonwieder vorbei. Gott, ich hab in meinem Leben noch nicht so eine Ansammlung und Vielfalt an Dreadlocks gesehen. Das war mal wirklich ein sehr abwechslungsreicher Tag - viel getanzt, viel gefeiert, viel getrunken. Fazit: super Tag/Abend, ich lag um halb Acht Uhr morgens im Bett und bin am Montag dementsprechend nicht auf Arbeit gewesen. Macht aber nichts, da am Montag irgendwie sowieso keiner im Büro war. Ich war Montag dann lieber mit einer Festivalbekanntschaft im Kino und hab mir Legion angeschaut. Der Film hat ja bis jetzt nicht so gute Kritiken erhalten, war allerdings genau mein Ding. Was aus der Bekanntschaft wird bleibt spannend. : )

Momentan mach ich gerade noch eine ziemlich interessante Erfahrung, ich bin nämlich Haussitter für meinen Chef. Der ist mit seiner gesamten Familie in den USA, da er am Montag den Goldman Preis für Helden der Konservationsarbeit bekommen hat (und ganz schön viel Geld gleich dazu). Ich darf in der Zeit in dem Haus wohnen, habe alle Narrenfreiheiten und muss dafür einfach nur Fische und Hunde füttern und mit den Hunden ab und zu mal nach draußen gehen (was die Hölle ist da mir gänzlich die Kraft fehlt um mit zwei Weimaraner unterwegs zu sein). Ich mach morgen mal ein Foto von den beiden Weimaraner Schönheiten Venus (die Mama) und Cleo (Baby) und werd es nachträglich hochstellen.
Das als winzige Zusammenfassung. Ich hoff, dass ich demnächst mal wieder was Größeres und natürlich nur Schönes zu berichten habe.

Sunday, March 28, 2010

Fito Paez

Diese Woche war das "Festival de Arte" (Festival der Kunst) in San Jose und es haben Künstler aus aller Welt gesungen, getanzt, Theater gemacht und ihre Stücke gezeigt. Gestern war der Hauptabend, denn Fito Paez hat ein Konzert gegeben, ganz umsonst. Fito Paez ist hier der Held der Musikbranche. Er ist Argentinier und macht ziemlich guten Rock. Das ganze verbunden mit einer echt witzigen Ausstrahlung, macht ihn schon zu einem ganz besonderen Musiker. Die Bühne war in einem Park, hinter einem Teich aufgebaut, und alle saßen um den Teich herum. Es waren sicher so um die 2000 Leute da und die Stimmung war super. Als Vorgruppe ist eine Costa Ricanische Band namens Ghandi aufgetreten. Das Witzige war, dass doch tatsächlich alle Welt auf dem Boden gesessen hat. Als die Vorgruppe auftrat war ich bereit aufzuspringen, musste aber feststellen, dass keiner dem gleich tat. Ganz im Gegenteil, sobald jemand aufstand kamen von allen Seiten Schreie, dass sie sich gefälligst hinsetzen sollen. Als dann aber Fito Paez kam, da standen dann doch alle. Alles in allem habe ich meinen musikalischen Horizont erweitert, finde Fito Paez echt super und hatte nen schönen Abend. Hier mal ein Link zu einem Lied, dass er gestern gespielt hat und das mir im Kopf hängen geblieben ist.
http://www.youtube.com/watch?v=A0v5iiOjGzE

Sunday, March 21, 2010




Bananito

Endlich gibt es mal wieder was zu berichten. Als erstes was ganz nebensächlich: Ich hab Alice im Wunderland in 3D gesehen und ich fand den Film ganz wunderbar. Aber er ist nur für Leute empfehlenswert, die mit Kinderfantasie umgehen können.

So, jetzt aber der eigentliche Bericht. Ich war am Wochenende endlich mal wieder ein wenig unterwegs. Ich hatte das große Glück und durfte nach Bananito (=kleine Banana) an der Karibikküste von Costa Rica. In der Woche ist son Typ von einer anderen Organisation vorbei gekommen. Momentan sind nämlich mehrere NGOs damit beschäftigt zusammen ein neues Programm für Voluntäre hochzuziehen. Die Idee ist wunderbar. Alle haben mehrere Projekte in Costa Rica, so wie Pretoma zum Beispiel Schildkrötenprojekte am Strand hat, so haben andere Organisationen beispielsweise Aufpeppelstationen im Urwald. Zusammen können sie also einen Rundtrip durch Costa Rica anbieten. Voluntäre können sich dann vielseitig engagieren, lernen das ganze Land kennen und sind nicht einen Monat mit derselben Sache beschäftigt. Um einen Ort zu testen, der dann Teil dieses Trips sein wird, wurden Leute gebraucht, die sich das mal angucken. Da war ich doch mehr als bereit mitzugehen.

Am Freitag sollte es gegen Mittag losgehen. Nach Ticoart, ging es dann um 7 los, und Bescheid hat man mir so gegen 14 Uhr gesagt. Der Start war dann erstmal ne fatale Erfahrung. Um aus San Jose herauszukommen muss man ein wenig durch die Berge. Da es den ganzen Tag ein wenig genieselt hat, war es dort so nebelig, dass man keine 15 cm vor dem Auto sehen konnte. Also ging es mit 15 kmh und nem riesigem LKW im Rücken durch die Berge und man konnte nur hoffen, dass man nicht irgendwann die Kurve verfehlt. Ich hab noch nie in meinem Leben so einen Nebel erlebt. Man hat die Hand aus dem Fenster gehalten und sie ist ins Ungewisse verschwunden. Naja, so sind wir dann um Mitternacht am Ort unserer Bestimmung angekommen. Unser Guide hat dann darauf bestanden, dass wir noch was essen, sodass wir dann erst um 2 im Bett waren.

Um 5 wurden wir dann wieder geweckt um zu frühstücken. Dann ist noch eine kleine Gruppe Studenten zu uns gestoßen und zusammen haben wir eine 2.5 stündige Wanderung durch den Dschungel gemacht. So richtigen Dschungel hab ich bis jetzt noch gar nicht erlebt. Das war ganz unberührter Urwald, der wirklich noch den Tieren gehört. So haben wir dann auch diverse Giftschlangen gesehen und verschiedene Froscharten. Eigenlicht wollten wir nachts nochmal wandern, aber da so viele Giftschlangen unterwegs waren, hat der unser Guide dazu entschieden, dass lieber sein zu lassen. Naja, aber tagsüber haben wir dann noch einen kleinen Abstecher nach Cahuita, einem kleinen touristischen Ort an der Karibkküste gemacht. Eigentlich wollten wir baden gehen, aber das Glück war uns nicht hold. Das Meer war ziemlich aufgewühlt und es hat geregnet, sodass aus Baden dann ein paar Bier geworden sind. Abends sind wir dann alle ziemlich tot ins Bett gefallen. Sonntag war dann ganz ruhig. Wir sind um 7 Uhr aufgestanden, haben gefrühstückt, uns fertig gemacht und sind dann zurück nach San Jose gefahren. Von der Lodge haben wir zwei kleine Katzenbabies mitgenommen, die hier dann irgendwo ein Zuhause finden sollen. Aus Langeweile haben sich ein Freund und ich dann die Fahrt über damit beschäftigt die Kleinen von ihren Flöhen zu befreien. Ich hab noch nie in meinem Leben Flöhe gesehen. Aber die Dinger sind ja riesig. In dem dünnen Fell der Babies hat man die richtig rennen gesehen. Wir haben unsere Bestimmung erkannt uns sicher 100 Flöhe zerquetscht, ohne Handschuhe, mit viel Feingefühl J.

Jetzt beginnt wieder eine neue Woche im Büro und so langsam sollte ich mal nen bisl mit meiner These Gas geben. Aber Montag muss ich erstmal zum Zahnarzt, da mir eine Füllung Flöten gegangen ist. Mal gucken, was das so bringt. Und am Nachmittag haben wir eine Abschlussparty, da die zwei Spanier, mit denen ich wohne und die auch bei Pretoma arbeiten, zurück nach Spanien gehen. Dann wird das Haus ganz schön einsam. Aber erstmal wird der Montag lustig