Tuesday, April 20, 2010
So, nach langer Pause jetzt endlich mal wieder ein kleines Update, auch, wenn es eigentlich nicht viel zu berichten gibt. Aber eine kleine Zusammenfassung der letzten ereignislosen Wochen ist ja auch schonmal was.
Ostern war im allgemeinen wirklich ein entspannendes verlängertes Wochenende. Ich hab die extra freien Tage genutzt um mal wieder einen Abstecher nach La Fortuna zu machen und der Hauptstadt zu entkommen. Ich durfte in meinem alten Zimmer schlafen und hatte das Haus die ganzen Tage für mich, da Caro woanders unterwegs war. Ich hab die Tage mit meinen alten Freunden verbracht und wirklich jede Sekunde genossen.
Dann haben wir in meinem Zuhause in San Jose vor kurzen mal ein Wochende genutzt um den Garten neu zu gestalten. Wir haben Bäumchen umgepflanzt, gemacht und getan und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Wir haben einen Teil des Rasens geopfert, um ein Gemüsebeet anzulegen und wenn ich Glück habe, dann kann ich vor meiner Abreise Tomaten und Salat aus unserem Garten essen.
Nun kommt das wohl eigentlich ereignisreichste, nämlich dieses Wochenende. Am Sonntag haben die legendären Black Uhuru auf einem Festival, dem "Green Sunset", gesungen. Ganz Costa Rica war in Aufruhe, da Black Uhuru schließlich in der Raggea Szene ungefähr auf gleichem Niveau sind wie Bob Marley und auch schon genauso lange Musik machen. Fantan Mojah (mir bis dahin unbekannt) war auch mit von der Partie und scheint unter Raggeakennern auch was Größeres zu sein. Das Festival ging um 14 Uhr los und war so gegen 22 Uhr schonwieder vorbei. Gott, ich hab in meinem Leben noch nicht so eine Ansammlung und Vielfalt an Dreadlocks gesehen. Das war mal wirklich ein sehr abwechslungsreicher Tag - viel getanzt, viel gefeiert, viel getrunken. Fazit: super Tag/Abend, ich lag um halb Acht Uhr morgens im Bett und bin am Montag dementsprechend nicht auf Arbeit gewesen. Macht aber nichts, da am Montag irgendwie sowieso keiner im Büro war. Ich war Montag dann lieber mit einer Festivalbekanntschaft im Kino und hab mir Legion angeschaut. Der Film hat ja bis jetzt nicht so gute Kritiken erhalten, war allerdings genau mein Ding. Was aus der Bekanntschaft wird bleibt spannend. : )
Momentan mach ich gerade noch eine ziemlich interessante Erfahrung, ich bin nämlich Haussitter für meinen Chef. Der ist mit seiner gesamten Familie in den USA, da er am Montag den Goldman Preis für Helden der Konservationsarbeit bekommen hat (und ganz schön viel Geld gleich dazu). Ich darf in der Zeit in dem Haus wohnen, habe alle Narrenfreiheiten und muss dafür einfach nur Fische und Hunde füttern und mit den Hunden ab und zu mal nach draußen gehen (was die Hölle ist da mir gänzlich die Kraft fehlt um mit zwei Weimaraner unterwegs zu sein). Ich mach morgen mal ein Foto von den beiden Weimaraner Schönheiten Venus (die Mama) und Cleo (Baby) und werd es nachträglich hochstellen.
Das als winzige Zusammenfassung. Ich hoff, dass ich demnächst mal wieder was Größeres und natürlich nur Schönes zu berichten habe.
Sunday, March 28, 2010
Fito Paez
http://www.youtube.com/watch?v=A0v5iiOjGzE
Sunday, March 21, 2010
Bananito
Endlich gibt es mal wieder was zu berichten. Als erstes was ganz nebensächlich: Ich hab Alice im Wunderland in 3D gesehen und ich fand den Film ganz wunderbar. Aber er ist nur für Leute empfehlenswert, die mit Kinderfantasie umgehen können.
So, jetzt aber der eigentliche Bericht. Ich war am Wochenende endlich mal wieder ein wenig unterwegs. Ich hatte das große Glück und durfte nach Bananito (=kleine Banana) an der Karibikküste von Costa Rica. In der Woche ist son Typ von einer anderen Organisation vorbei gekommen. Momentan sind nämlich mehrere NGOs damit beschäftigt zusammen ein neues Programm für Voluntäre hochzuziehen. Die Idee ist wunderbar. Alle haben mehrere Projekte in Costa Rica, so wie Pretoma zum Beispiel Schildkrötenprojekte am Strand hat, so haben andere Organisationen beispielsweise Aufpeppelstationen im Urwald. Zusammen können sie also einen Rundtrip durch Costa Rica anbieten. Voluntäre können sich dann vielseitig engagieren, lernen das ganze Land kennen und sind nicht einen Monat mit derselben Sache beschäftigt. Um einen Ort zu testen, der dann Teil dieses Trips sein wird, wurden Leute gebraucht, die sich das mal angucken. Da war ich doch mehr als bereit mitzugehen.
Am Freitag sollte es gegen Mittag losgehen. Nach Ticoart, ging es dann um 7 los, und Bescheid hat man mir so gegen 14 Uhr gesagt. Der Start war dann erstmal ne fatale Erfahrung. Um aus San Jose herauszukommen muss man ein wenig durch die Berge. Da es den ganzen Tag ein wenig genieselt hat, war es dort so nebelig, dass man keine 15 cm vor dem Auto sehen konnte. Also ging es mit 15 kmh und nem riesigem LKW im Rücken durch die Berge und man konnte nur hoffen, dass man nicht irgendwann die Kurve verfehlt. Ich hab noch nie in meinem Leben so einen Nebel erlebt. Man hat die Hand aus dem Fenster gehalten und sie ist ins Ungewisse verschwunden. Naja, so sind wir dann um Mitternacht am Ort unserer Bestimmung angekommen. Unser Guide hat dann darauf bestanden, dass wir noch was essen, sodass wir dann erst um 2 im Bett waren.
Um 5 wurden wir dann wieder geweckt um zu frühstücken. Dann ist noch eine kleine Gruppe Studenten zu uns gestoßen und zusammen haben wir eine 2.5 stündige Wanderung durch den Dschungel gemacht. So richtigen Dschungel hab ich bis jetzt noch gar nicht erlebt. Das war ganz unberührter Urwald, der wirklich noch den Tieren gehört. So haben wir dann auch diverse Giftschlangen gesehen und verschiedene Froscharten. Eigenlicht wollten wir nachts nochmal wandern, aber da so viele Giftschlangen unterwegs waren, hat der unser Guide dazu entschieden, dass lieber sein zu lassen. Naja, aber tagsüber haben wir dann noch einen kleinen Abstecher nach Cahuita, einem kleinen touristischen Ort an der Karibkküste gemacht. Eigentlich wollten wir baden gehen, aber das Glück war uns nicht hold. Das Meer war ziemlich aufgewühlt und es hat geregnet, sodass aus Baden dann ein paar Bier geworden sind. Abends sind wir dann alle ziemlich tot ins Bett gefallen. Sonntag war dann ganz ruhig. Wir sind um 7 Uhr aufgestanden, haben gefrühstückt, uns fertig gemacht und sind dann zurück nach San Jose gefahren. Von der Lodge haben wir zwei kleine Katzenbabies mitgenommen, die hier dann irgendwo ein Zuhause finden sollen. Aus Langeweile haben sich ein Freund und ich dann die Fahrt über damit beschäftigt die Kleinen von ihren Flöhen zu befreien. Ich hab noch nie in meinem Leben Flöhe gesehen. Aber die Dinger sind ja riesig. In dem dünnen Fell der Babies hat man die richtig rennen gesehen. Wir haben unsere Bestimmung erkannt uns sicher 100 Flöhe zerquetscht, ohne Handschuhe, mit viel Feingefühl J.
Jetzt beginnt wieder eine neue Woche im Büro und so langsam sollte ich mal nen bisl mit meiner These Gas geben. Aber Montag muss ich erstmal zum Zahnarzt, da mir eine Füllung Flöten gegangen ist. Mal gucken, was das so bringt. Und am Nachmittag haben wir eine Abschlussparty, da die zwei Spanier, mit denen ich wohne und die auch bei Pretoma arbeiten, zurück nach Spanien gehen. Dann wird das Haus ganz schön einsam. Aber erstmal wird der Montag lustig
Saturday, March 6, 2010
Thursday, March 4, 2010
Playa Caletas Teil II
Mittwoch
Heute war ich dran mit Kochdienst. Jeden Tag werden nämlich zwei Leute für Kochen eingeteilt, die dann für Mittag und Abendbrot sorgen müssen und für den gesamten Abwasch verantwortlich sind. Die Jungs mussten heute ausrücken um das Essen aus dem nähsten Ort abzuholen. Das ist eine Wanderung von 4 Kilometern, in sengender Hitze und durch Berg und Tal. Ich hab in der Zwischenzeit eine der ca 3 Speisen, welche ich in der Lage bin zu kochen, vorbereitet taddahhhh Milchreis. Den konnte man sogar essen und alle haben sich gefreut. Wenn man für 8 Mann kochen und abwaschen muss, dann ist man aber auch echt den ganzen Tag beschäftigt, sodass die Zeit schnell verging.
Meine Patrouille war heute von 24:30 bis 3:30 und ist wieder erfolglos gewesen.
Heute hat dann leider auch meine Kamara durch den Sand ihre ersten Macken gezeigt. Hoff, dass sie noch ein wenig durchhält.
Auch wenn der Tag recht ereignislos war, hab ich doch das ein oder andere dazu gelernt. So braucht zum Beispiel ein Schildkrötenbabie 2 Tage um aus dem geschlüpften Ei an die Oberfläche zu gelangen. Atmen können sie durch den Sauerstoff, der zwischen den Sandkörnern ist. Wenn sie dann oben angelangen, dann sind sie ganz schläfrig und gucken nur so halb aus dem Boden. So verweilen sie dann ein paar Minuten, bis sie dann mit einem Mal total aktiv werden und wild drauf los krabbeln.
Weitere interessante Fakten, die der Tag so brachte sind, dass es manchmal Krokodile am Strand gibt, da am Anfang und am Ende ein Fluss sind und sie den Strand manchmal nutzen, um zum jeweils anderen Fluss zu gelangen. Desweiteren wurde jeder der anwesenden Voluntäre schon von mindestens einem Skorpion gebissen und Giftschlagen treiben sich hier auch rum. Ein Glück hab ich nichts davon kennenlernen müssen. Wobei „Ich wurde von einem Skorpion gebissen“ schon immer ne schöne Anekdote wäre.
Donnerstag
Der Tag war mal wieder perfekt um ganz viel Nichts zu tun. Allerdings wurde er immer mal wieder mit Schildkrötenbabies geschmückt. Davon gab es heute nämlich ganz viele. Abends gab es dann wieder einige Ausgrabungen und ansonsten hätte ich eigetnlich frei gehabt. Aber ich hab mich dann entschlossen die 20:30 bis 23:30 Uhr Schicht mitzulaufen. Und das war auch mein großes Glück. Auf dem Rückweg haben wir nämlich dann doch noch eine Schildkröte angetroffen, und diesmal hab ich sogar ein mehr oder weniger gutes Bild schießen können. Bereitwillig hat sich die Schildkröte auch dabei helfen lassen ein Loch zu buddeln. Da der Sand teilweise sehr trocken ist, stürzt das Loch dann immer wieder zusammen. Also haben wir ein wenig mit Hand angelegt, sodass sie uns dann doch noch mit mehr als 80 Eiern beglückt hat. Bei der heutigen Patrouille waren wir zu viert und uns sind bei unserem kleinen nächtlichen Spaziergang ein paar elementäre Fragen eingefallen, über die sich jeder mal Gedanken machen sollte.
1. Welche Superkräfte würdest du für dich wählen?
2. Was ist die wichitgste Erfindung der Geschichte?
3. Welches Tier wärst du gern?
4. Wenn du ein Möbelstück sein müsstest, Welches?
Freitag
Heute bin ich das erste Mal nicht in meinem eigenen Schweiß wach geworden, da es draußen tatsächlich bewölkt war und das für alle ein Geschenk des Himmels war. Mein Sonnenbrand ist jetzt auch überstanden und das einzige was bleibt ist Pelle. Buähhh
Abends gab es ein wenig Tohuwabou, da ganze 47 Schildkröten ausgebüchst sind. Aber wir haben alle fleißig eingesammelt.
Um 21:30 Uhr war ich dann wieder mit patrouillieren dran. Gesehen haben wir wieder nichts, aber es war beeindruckend, bei Flut und Vollmond am Meer langzulaufen.
Samstag
Der heutige Tag war dann doch mal etwas ereignisreicher. Wachgeworden bin ich nämlich von Stimmen, die hinterm Zelt mit einer Machete Gras „mähten“. Kurz darauf hab ich dann gesehen, was Sache war. Zwei Männer haben hinter dem Camp einen Stacheldrahtzaun errichtet. Das sollte wohl ein Zeichen sein. Denn das gesamte Land hinter dem Camp gehört einem Amerikaner und der streitet sich schon ne Weile mit Pretoma. Der Strand ist ja ein Reservat und die 50 Meter vor dem Strand darf er nicht anfassen. Allerdings gefällt dem guten Mann gar nicht, dass Pretoma da so vor seinen Feldern rumwuselt und will das dann auch immer mal wieder deutlich machen. Da hat der doch echt einen Zaun gezogen, der das Camp von seinem Brunnen abtrennt, und somit die Wasserversorgung gekappt. Ein paar Tage später mussten sie dann aber doch eine Tür einbauen. Aber die Aufregung war erstaml groß. Aber netterweise haben uns die Arbeiter dann auf ihrem Rückweg auf ihrem Traktor mit ins nächste Dorf genommen. Wir mussten uns zwar alle mächtig angraben lassen und schwarz vom Staub waren wir danach dann auch alle, aber wir mussten 5 km weniger laufen. Heute war nämlich Tag der Abreise aus dem Camp. Um 3 Uhr Sonntag früh wollten wir den Nachtbus nach San Jose zurück bekommen. Aber wir haben dann abends noch eine kleine Anschiedsfeier gehabt und natürlich hat sich keiner den Wecker gestellt. Also ging es doch mit dem 13 Uhr bis los. Und abends war ich dann wieder Daheim in der Hauptstadt.
Und übrigens: die Jenny beschreitet ihren Weg jetzt wieder allein, ohne Jeffrey an ihrer Seite und kann damit auch recht gut leben. War ja schließlich meine Entscheidung.